Lindenberg (kah). - Die Diskussion über den
kompletten oder nur teilweisen Erhalt des Lindenberger Gemeindehauses
steht im Mittelpunkt einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des
Fördervereins. Die Veranstaltung findet am Freitag, 22. November, ab 19.30
Uhr im Schützenheim statt.
Wie berichtet, sprach sich der Stadtrat dafür
aus, nur den niedrigeren Teil des so genannten Armenhauses zu erhalten und
den höheren Anbau abzureißen. Dies jedoch entspricht nicht den
Vorstellungen des Förderverein-Vorstands, der beantragt hatte, das
komplette Gebäude zu erhalten. Der Anbau wird als Voraussetzung für eine
"lebendige Nutzung" betrachtet. In einer kürzlich abgehaltenen
Vorstandssitzung verknüpften nach Aussage von Vereinssprecher Wolfgang
Schmid-Kemmeter einige Mitglieder die Frage nach dem Erhalt des Anbaus
sogar mit der Frage nach dem Fortbestand des Vereins. "Der Anbau ist
Voraussetzung für dessen weitere Existenz", so Schmid-Kemmeter.
Entscheidung überdenken
Ob auch die übrigen Vereinsmitglieder dies so
sehen, soll nun bei der Mitgliederversammlung geklärt werden. Nach Ansicht
des Vorstandes sollte der Stadtrat seine bereits gefällte Entscheidung
nochmals überdenken und zurücknehmen. Im Raum steht zudem die Idee, in
Lindenberg einen Gartenbauverein zu gründen, der das Armenhaus quasi als
"Vereinsheim" nutzen könnte und sich dann auch um den Blumenschmuck
kümmert. Über den Antrag des Fördervereins auf kompletten Erhalt des
Gebäudes wird der Buchloer Bauausschuss am morgigen Dienstag beraten
(Beginn der Sitzung: 19 Uhr).