Lindenberg (bz).
- Wenn zum Stadtjubiläum 2004 ein
Festzug durch Buchloe rollt, will sich auch der Förderverein Armenhaus auf
einem Lindenberger Festwagen präsentieren. Des Weiteren sei ein
Lindenberger Vereinstag zum Festjahr im Gespräch, hieß es bei der
Mitgliederversammlung des Fördervereins. In angenehmer Atmosphäre
präsentierten die drei Vorsitzenden Karin Friedrich, Erhard Schilling und
Hilmar Quantz ferner die Fortschritte am Armenhaus.
Erhard Schilling lobte nochmals die Sponsoren des
Dachstuhles, Prinz von der Leyen und die Firma Hörmann mit Zimmerleuten.
Zunächst würden das Dach fertig gedeckt und die Giebelwände aufgemauert. Der
Bau wird laut Schilling über den Winter zum Austrocknen im Rohbau belassen.
Eine Delegation des Landesamtes für Denkmalpflege, des Landratsamtes und der
Stadt Buchloe hätten bei einer Ortsbesichtigung weitere Schritte besprochen.
Das Armenhaus wird nach denkmalschützerischen Kriterien weiter saniert. So
werden zunächst im älteren Gebäudeteil neuzeitliche Baustoffe im Innenraum
entfernt, Putze vorsichtig freigelegt, Fenster restauriert und Beton-Böden
entfernt. Bei diesen Arbeiten dürfe der Verein fachmännische Unterstützung
von einem Restaurator erwarten, hieß es. Der Förderverein hat mittlerweile
über 55 Mitglieder. Kosten konnten Schilling zufolge durch zahlreiche
Spenden und über 700 geleistete Helferstunden niedrig gehalten werden.
"Kosten weit unter Erwartungen"
Bisher habe die gesamte Restaurierung 1700 Euro gekostet -
"weit unter dem, was Verein und Gemeinde erwartet hatten". Vom Rest der 4000
Euro, die die Stadt zur Verfügung stellte, werden wahrscheinlich dieses Jahr
noch Fenster angeschafft. Karin Friedrich zeigte in einer mit Hilfe von
Schriftführerin Brigitte Grad gestalteten Rückblende die Vereinsentwicklung
auf. Zweiter Bürgermeister Josef Rid lobte das Engagement des Vereins und
führte das gute Beispiel des Gutenberger Pfarrhofes an.