++ 07.06.2003, Buchloer Zeitung ++
Rüge für die vhs, Lob für Armenhaus-Verein
Stadtrat diskutiert und entscheidet über Zuschussanträge
Buchloe (mel). - Teils recht kontrovers diskutierten die Buchloer Stadträte in der Haushaltsvorberatung über diverse Zuschussanträge - vor allem über zwei der Volkshochschule. Unstimmigkeiten gab es auch darüber, ob in der Vorberatung schon konkrete Beschlüsse dazu gefasst werden sollten oder nicht.

Im Jahr 2002 hatte die vhs 41000 Euro Jahreszuschuss gebilligt bekommen - nun beantragte sie wegen der "allgemein gestiegenen Personal- und Sachkosten" 4000 Euro mehr. 3000 Euro mehr und damit 84000 Euro Jahreszuschuss möchte mit gleich lautender Begründung das zur Volkshochschule gehörende Jugendmusikwerk für 2003. Rudolf Grieb (UBI) befürwortete die Erhöhungen und argumentierte nicht nur mit dem vhs-Defizit, sondern auch damit, dass der städtische Etat erst Mitte des Jahres verabschiedet wird. "Es ist der Volkshochschule unmöglich, plötzlich anders zu kalkulieren." Das Jugendmusikwerk habe die Gebühren für das kommende Schuljahr bereits erhöht. Die beiden Anträge seien also "gerechtfertigt". Dem widersprach Bürgermeister Franz Greif entschieden. Die vhs könne nicht einfach mit einer Erhöhung des Jahreszuschusses kalkulieren. Sie werde bereits "in großzügigster Weise" unterstützt, aber bei ihr habe es sich "eingespielt", dass jedes Jahr mehr Zuschuss fließen sollte. Werde die Erhöhung nicht gewährt, müssten eben zum Beispiel im Wintersemester Kurse gestrichen werden. Auch Herbert Barthelmes (CSU) ließ Griebs Argumente nicht gelten. "Die Kürzung macht in Bezug auf das vhs-Haushaltsvolumen vielleicht 1,6 Prozent aus. Wenn das nicht im zweiten Halbjahr aufzufangen ist, läuft was falsch." Auch bei der FWV war man für die Beibehaltung der Vorjahressumme. Kopfschütteln ernteten jene SPD- und UBI-Räte, die keine konkreten, sondern höchstens empfehlende Beschlüsse fassen wollten. Auf Antrag des Dritten Bürgermeisters Hubert Müller (CSU) wurde aber doch abgestimmt. Mit 17:4 war die Mehrheit dafür, die vhs-Zuschüsse auf Vorjahresniveau einzufrieren. Zurückgestellt wurden folgende Anträge: 6000 Euro (wie Vorjahr) für den weiteren Ausbau des Heimatmuseums; geklärt werden muss, ob das Geld schon ausgegeben wurde. 5000 Euro für die Außenrenovierung der Filialkirche St. Andreas in Hausen; eventuell fiel diese deutlich günstiger aus. Gebilligt wurden in der Vorberatung: 5000 Euro Jahreszuschuss für die Ferienfreizeit der vhs Buchloe (wie im Vorjahr). 155 beziehungsweise 1069 Euro für Trachtenergänzungen im Vorjahr bei Stadtkapelle und Lindenberger Musikverein "Frohsinn" (beides gegen die Stimmen der SPD) 4000 Euro für den Abriss und den Wiederaufbau der Kubatur des Armenhausanbaus 8375 Euro zu den Herstellungsbeiträgen (Wasser/Abwasser) für das Haus der Begegnung (Mehrheitsbeschluss). 33000 Euro für die Sanierung des undichten Don-Bosco-Kindergartendaches; Summe wird bereitgehalten für Reparatur, konkrete Angaben zur kompletten Gebäudesanierung sollen so bald wie möglich vorliegen. Erledigt hat sich der Antrag auf 3640 Euro für die Mauertrockenlegung am Armenhaus; laut Wolfgang Schmid-Kemmeter (UBI) wird das Problem mit Drainagen gelöst - dafür gab's ein Lob von Greif. Auf allgemeine Zustimmung stieß der Appell von Lothar Scholze (UBI), Vereine und Organisationen vorzuwarnen, "dass 2004 vielleicht nicht einmal mehr das möglich ist, was es heuer noch gibt".



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Stand: 01. Oktober 2009 21:43:24.