Frischer Wind im Vorstand vom Armenhaus
Lindenberg e.V.
Der Versammlungsraum des Armenhauses Lindenberg präsentierte sich am 16.03.2011
zum ersten Mal für seine Mitglieder als Sitzungssaal. Der helle, freundliche
Raum wurde in der Vergangenheit schon mehrfach mit gutem Erfolg für
Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.
Nun war er Gastgeber in eigener Sache.

Erhard montiert neue Stühle für unsere Gäste am Abend
ein kleiner Frühlingsgruß
Mit Grußworten an die zahlreich erschienenen Mitglieder, an unseren Förderer und
den Eigentümer des Armenhauses, - die Stadt Buchloe, und den Vertreter der
Buchloer Presse, Herrn Seibold, den Wahlleitern Manfred Beck und Robert Pöschl
(Vorsitzender des Musikvereins Lindenberg), eröffnete Herr Schilling, einer der
drei Vorsitzenden, die Mitgliederversammlung mit anschließenden Neuwahlen des
Vorstandes.
Herr Schilling schilderte kurz die Situation von 2002, dem Gründungsjahr, des
Vereines, bis heute. Er erwähnte lobend die engagierten Mitglieder und bedankte
sich bei der Stadt und auch den Spendern für die Unterstützung. Eine besonders
große Spende erhielt der Verein von der Familie des verstorbenen Alexander
Moksel.

Erhard berichtet
Hilmar häng seine Pläne auf
unsere Mitglieds Damen
Wolfgang Schmid-Kemmeter im Gespräch mit dem neuen Beirat Martin Brunnbauer
und Hans Grad mit Erhard Schilling
Der Kassier, Dr. Rainer Kelm berichtete über die finanzielle Situation des
Vereins. Dank der Spenden, öffentlicher Zuschüsse und Mitgliedsbeiträge der 63
Mitglieder ist der Verein in der Lage, positiv zu wirtschaften. Die Kassenprüfer
Dr. Ulrich Hondelmann und Wolfgang Tham entlasteten Kassier und Vorstand.
Manfred Beck sprach einen besonderen Dank an Erhard Schilling, einen der drei
Vereinsvorstände aus. Erhard Schilling investiert fast seine ganze Freizeit in
das Projekt des Fördervereins, der Sanierung des Armenhauses. Unzählige Stunden
teils schwerer körperlicher Arbeit verbrachte Herr Schilling wieder in diesem
Jahr zusammen mit Herrn Lutzenberger und Hans Grad sowie auch dem neuen 3.
Vorsitzenden, Dipl. Ing. Toni Friedrich im Armenhaus um Böden und Wände des
niedrigeren Gebäudes zu sanieren und Toiletten zu installieren.
Herr Lutzenberger und seine Gattin kümmerten sich liebevoll um das Außengelände,
den Garten und auch ums Haus selbst.

Der Armenhaus-Garten
Manfred Beck, Stadtrat und Wahlleiter begrüßte die Mitglieder mit einer kleinen
Rede.
Er lobte auch das Engagement von den Ausstellern, die bisher aus eigenen Reihen
kamen. Frau Fasnacht hatte im Mai 2009 eine große "Hutausstellung", Artikel und
Bilder finden sich hier auf der Internetseite. Den Erlös spendete sie komplett
der Erhaltung des Armenhauses.
Frau Fasnacht und ihre Hutausstellung
Eine ebenso große und von November 2009 bis April 2010 andauernde Ausstellung
des Mitgliedes Herbert Wintersohl mit de Titel "Notlösungen" zog 600 Besucher
an.
Darauf folgte die Ausstellung des Musikvereins Lindenberg zum 100jährigen
Bestehen. Kleinere Musikalische Events von Karin Friedrich und Kim Sparenberg
mit Körpermonochorden kamen im Veranstaltungsraum mit guter Akustik auch zum
Tragen, auch der Erlös dieser Veranstaltungen wurde gespendet.
In der anschließenden Neuwahl des Vorstandes gab es Änderungen.
Gründungsmitglied und Vorsitzende von 2002 an, Karin Friedrich gab den Vorsitz
an ihren Mann, Dipl. Ing. Toni Friedrich ab und wurde zur Schriftführerin
gewählt. Die beiden anderen Vorsitzenden, Erhard Schilling und Dipl. Ing. Hilmar
Quantz wurden wieder in den Vorstand gewählt. Herbert Wintersohl zieht sich aus
der Vorstandsarbeit zurück. Er war seit 2008 Beirat. Neuer Beirat ist Martin
Brunnbauer. Herr Brunnbauer ist seit 2010 in Lindenberg und mit der Tochter von
Hans Grad, Brigitte Brunnbauer verheiratet. Brigitte Brunnbauer war jahrelang
Beirätin und Schriftführerin im Verein. Die bestehenden, langjährigen Beiräte,
Regine Frick von Schmuck, der Kassier Dr. Rainer Kelm und Wolfgang
Schmid-Kemmeter und Hans Grad wurden ebenso in ihrem Amt bestätigt.

Anschließend zeigte Karin Friedrich aus ihrer großen Foto und Dokumenten
Sammlung der letzten neun Jahre eine zusammengestellte Diashow, in der der
Wandel des Hauses von 2002 bis heute dokumentiert wurde. Frau Fasnachts Enkelin
Lena Klement hat eine Facharbeit über das Armenhaus im Gymnasium gefertigt. Wir
werden Informationen darüber bald veröffentlichen.
hier ist die < < Präsentation >>
zu sehen
Nach dem offiziellen Teil saßen die Mitglieder noch zusammen und schauten
gemeinsam die höchst interessanten Fotos des Lindenberger Eiskellers an, die
Martin Brunnbauer gemacht hat. Dabei handelt es sich um ein riesiges
Kellergewölbe im Alantsberg unterhalb der Kirche. Dies wurde am 14.03. mit
einigen Stadträten, dem Vorstand des Fördervereines und dem Wirt des Gasthofs
Hirsch, Thomas Klaus, begangen. Die Feuerwehr öffnete das Gewölbe, dessen
Zugang neben dem Gasthof Hirsch in Lindenberg, versteckt hinter einem alten
Garagentor, liegt. Schön ausgeleuchtet durch die Feuerwehr konnte man sehr gut
erkennen, wie gut das seit etwa 1840 bestehende Gewölbe erhalten ist. Früher
wurde von einem Loch aus, das vor der Kirche St.Georg und Wendelin unter einer
Platte verborgen liegt, Eis in den Keller von einem See, der sich an der Stelle
des jetzigen Anwesens Jugl befunden hat, geworfen. Frau Fasnacht weiß noch sehr
viel aus dieser Zeit. Der Gang vom Eiskeller zum Gasthof Hirsch diente z.B. als
Luftschutzkeller für die Lindenberger Bevölkerung während des zweiten
Weltkrieges.

Eiskeller im Alantsberg
Fotos von Martin Brunnbauer
Zum Schluss hat Frau Elisabeth Maier noch auf ihre, bald stattfindende
Puppenausstellung hingewiesen. Wir freuen uns, das wir wieder eine
Lindenbergerin mit einer weiteren, schönen Ausstellung begrüßen dürfen. (Siehe
Hinweis Startseite)

Erhard Schilling regte auch an, mit dem Heimatverein Buchloe und Umgebung enger
zusammenzuarbeiten. Der Heimatverein Buchloe hat immer sehr interessante
Ausstellungen und ist geschichtlich sehr fundiert.
http://www.heimatverein-buchloe.de
Karin Friedrich (Schriftführerin) 17.03.2011