Jahrhunderts wurde das Gebäude am Fuß des Kirchbergs in Lindenberg auf
Gemeindegrund errichtet. Mehrere Wohnungen wurden eingebaut. Mittlerweile ist
die Außensanierung abgeschlossen, die Mauern sind trockengelegt und der
Innenausbau ist kräftig voran geschritten. Bereits im Frühsommer diesen Jahres
sind erste Ausstellungen im Anbau geplant.

Hilmar Quantz dankte dabei allen ehrenamtlichen Helfern. Er blickte auf das
vergangene, arbeitsreiche Jahr zurück: Mittlerweile ist die Außensanierung
abgeschlossen, die Mauern sind trockengelegt und der Innenausbau ist kräftig
vorangeschritten. Im hohen Teil des Gebäudes sei ein Schornstein für einen
Kaminofen eingebaut worden. Ebenfalls wurde ein Dielenboden gelegt.
Vorbereitend wurde auch die Elektroinstallation eingerichtet, für die Fenster
sind die Gesimse bereits eingetroffen. Im kommenden Jahr soll nun der
Bodenbelag im Sitzungsraum verlegt werden. Auch die sanitären Anlagen und ein
Sitzungsraum für den Förderverein werden neu errichtet und bis 2010 nutzbar
sein.
Bereits im Frühsommer diesen Jahres, berichtete Quantz, sind erste
Ausstellungen im Anbau geplant - etwa über Kappen und Hauben sowie von
Utensilien aus ehemaligen Kriegsmaterial.
Dr. Rainer Kelm gab einen Einblick in die Kassenführung. Insgesamt 63
Mitglieder hat der Förderverein bis dato. Allerdings sei die
Spendenfreudigkeit zurückgegangen, bedauerte Kelm. Abschließend zeigte Herbert
Lutzenberger einen Diavortrag zu den bisherigen Renovierungsarbeiten am
Armenhaus.
Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude am Fuß des Kirchbergs
in Lindenberg auf Gemeindegrund errichtet. Mehrere Wohnungen wurden eingebaut.
Im Volksmund bürgert sich bald der Begriff «Armenhaus» ein. Das Haus wurde
über die Jahrhunderte hinweg zu einem wichtigen Beispiel der gemeindlichen
Armenfürsorge auf dem Land.
Als die letzte Bewohnerin im Frühjahr 2002 gestorben war, erwog die Stadt
einen Abriss des Armenhauses. Nach Berichten des früheren Heimatforschers
Rudolf Rietzler und Recherchen der Buchloer Zeitung meldeten jedoch
Denkmalschützer Interesse an dem - in seiner Ursprünglichkeit in Schwaben
einmaligen - Gebäude an. Kurz darauf, im Mai 2002, wurde das Armenhaus als
sozialgeschichtliches Baudenkmal unter Denkmalschutz gestellt - ein Abriss
stand nicht mehr zur Debatte.
Im selben Jahr gründete sich schließlich der Förderverein Armenhaus
Lindenberg. Die mittlerweile rund 60 Mitglieder machten es sich zur Aufgabe,
das Gebäude zu erhalten, zu sanieren und wieder mit Leben zu erfüllen.
Im September 2002 beschloss der Buchloer Stadtrat einen Abriss des Anbaus.
Dessen Dachstuhl wurde von Mitgliedern des Fördervereins im Sommer 2003
abgetragen und später wieder aufgebaut. Im September 2005 präsentierte sich
das Gebäude erstmals mit einem neuen, ockernen Anstrich. Ein Jahr später
erhielt der Förderverein für seine Verdienste um den heimatlichen
Denkmalschutz den UBI-Preis. Im kommenden Jahr soll das Armenhaus komplett
saniert sein - rechtzeitig zum Bezirksmusikfest, das 2010 zum Jubiläum des
Lindenberger Musikvereins in dem Buchloer Stadtteil stattfinden wird.
Für die Renovierungsarbeiten sucht der Förderverein
gebrauchte Solnhofener-Platten für einen Bodenbelag im Innenraum.
Informationen dazu gibt es bei Johann Grad, Telefon (08241) 2084, und Hilmar
Quantz, Telefon (08241) 8474.