Viel Arbeit im Verborgenen 

Während äußerlich das von den Mitgliedern liebevoll weihnachtlich dekorierte Armenhaus still und friedlich im Winterschlaf zu liegen scheint, wird im Verborgenen fest gewerkelt.

Hans Grad restauriert seit Monaten in seiner Schreinerwerkstatt, die noch aus seines Großvaters Zeiten stammt, die alten Fenster des Armenhauses. Die Fenster sind teilweise über 100 Jahre alt und in einem sehr schlechten Zustand. Stück für Stück werden verrottete Teile entfernt und durch neues Holz ergänzt.

Liebevoll fährt er über einen soeben gefertigten Fensterstock und zeigt den Übergang zu einem angesetzten Stück.  Man kann es fast nicht erkennen, so perfekt ist es repariert. Mit alten Hobeln passt er jedes Detail originalgetreu an. Die Schreinerei Birzle lieferte nachgebaute neue Fenster und Läden, die auch nach der alten Bauart gefertigt wurden.

Alte Beschläge für die Fenster und Läden stammen auch aus dem Fundus von Hans Grad und werden geschweißt, entrostet und wieder hergerichtet. Diese mühevolle Arbeit wird noch viele weitere Wochen in Anspruch nehmen.

Über Winter werden ein paar Aufträumarbeiten im älteren Teil des Armenhauses getätigt. Der wieder errichtete Anbau, darf ruhen, bis im Frühjahr dann die Fenster gesetzt werden, denn nächstes Jahr werden verstärkt die Außenfassaden renoviert. Nach dem Setzen der Fenster wird Putz am restaurierten Anbau angebracht. Zur Debatte steht die Wahl des Anstrichs für das Gebäude und die Fensterläden.

Nach den Denkmalschutzvorgaben empfiehlt der Restaurator Hr. Weinzierl, die ursprünglichen Farben zu verwenden. Das heißt, in etwa ocker für das Gebäude und in etwa weinrot für die Läden.

Wie das ungefähr aussehen könnte, haben wir auf einer Fotomontage demonstriert. Was haltet ihr davon?

Danach wird die Fassade des älteren Teiles teilweise abgeklopft und auch neu verputzt. Das Dach vom älteren Gebäudeteil wird umgedeckt und die teilweise maroden Balken ausgewechselt.  

Die Kindergruppe „Fleißige Bienchen“ ist dieses Jahr etwas geschrumpft, da einige der Jugendlichen bereits eine Ausbildung begonnen haben. Somit ist das ehemals wöchentliche Treffen auf einige ausgewählte Aktionen zusammengeschrumpft.

 Die Kinder und Jugendlichen treffen sich nun zum Helfen im Armenhausgarten und für die Saison-Dekoration des Hauses. Weiter geplant sind auch wieder die Teilnahme als „Bienchen“ am Lindenberger Faschingsumzug sowie der Armenhaus-Flohmarkt im Mai.

Winteransicht des älteren Gebäudeteils

Fertig restauriertes Fenster

Alte, sanierte Beschläge

Falz eines Fensters (alt und neu)

alte Fenster und neu gefertigte Läden der Schreinerei Birzle

eingesetztes Teilstück

Fotomontage zur Veranschaulichung

vereister Garten

Blumenschmuck von Frau Sander

Rückansicht des Gebäudekomplexes

Gesamtansicht des Armenhauses

Hans Grad in seiner Schreinerwerkstatt

Veröffentlicht von Karin Friedrich, Vorstandsvorsitzende 11.12.04 (008241/5796) V. i. S. d. P



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Stand: 01. Oktober 2009 21:43:24.